Mirosława Cieślak stammt aus Polen (Oberschlesien) und blickt auf eine vielseitige internationale Ausbildung zurück. Sie absolvierte ein Doppelstudium in den Fächern Orgel und Musiktheorie an der Karol Szymanowski-Hochschule für Musik in Katowice. Als Erasmus-Stipendiatin studierte sie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg, gefolgt von einem Masterstudium am Conservatorium van Amsterdam. Weitere Abschlüsse erlangte sie in den Fächern Historische Tasteninstrumente und Kirchenmusik A an der Franz Liszt-Hochschule für Musik Weimar sowie das Konzertexamen im Fach Orgelliteratur an der Hochschule für Kirchenmusik Herford-Witten.
Im Dezember 2024 wurde ihr der akademische Grad Doktor der Künste verliehen.
Die Musikerin ist Preisträgerin zahlreicher internationaler Wettbewerbe in Slowenien, Griechenland, Finnland, Bosnien und Herzegowina, Großbritannien, Italien und Österreich, unter anderem bekam sie den Ersten Preis bei dem Internationalen Orgelwettbewerb Premio Elvira di Renna 2023 und und den Zweiten Preis auf dem Internationalen Maria-Hofer-Orgelwettbewerb 2024. Ihre rege Konzerttätigkeit führte sie neben ihrem Heimatland Polen und ihrer Wahlheimat Deutschland in zahlreiche europäische Länder sowie in die USA, nach Kanada, Japan und Peru. Zu den Höhepunkten ihrer Auftritte zählen das Mosel Musikfestival, Nieuwe Kerk Lunchconcerten inAmsterdam, Kaasmarktconcerten in Alkmaar, die Bach Biennale Weimar, Boston Bach Birthday, Orgel punkt Zwölf in Naumburg, die Merseburger Orgeltage sowie der Thüringer Orgelsommer.
Ein wichtiger Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf CD-Einspielungen, die auch auf Streaming-Plattformen zu hören sind:
Ein Zusammentreffen der Traditionen (2015)
Gefördert durch ein Graduiertenstipendium, präsentiert dieses Solo-Debüt europäische Musik des 18. Jahrhunderts aus einem polnischen Manuskript auf Orgel, Cembalo und Clavichord.
Die Rühmann-Orgel in der Querfurter Stadtkirche und Musik aus ihrer Zeit (2020)
Eine Aufnahme, die der romantischen Orgelmusik Mitteldeutschlands gewidmet ist.
Sonus Europae in saeculo Henricii Sagittarii (2023)
Diese Einspielung umfasst europäische Tastenmusik aus der Epoche von Heinrich Schütz
Mirosława Cieślak sammelte wertvolle berufliche Erfahrungen an bedeutenden Wirkungsstätten. So arbeitete sie im Amsterdamer Konzertsaal Het Orgelpark, wirkte als Kantorin an der St. Joseph Basilica in Webster (USA) und war im Frühjahr 2017 als Assistenzorganistin an der berühmten Hildebrandt-Orgel der Stadtkirche St. Wenzel in Naumburg tätig. Von 2018 bis 2022 trug sie als Kantorin des Evangelischen Kirchspiels Querfurt und Kreiskantorin des Kirchenkreises Merseburg musikalische Verantwortung.
Seit Oktober 2022 ist sie als Seelsorgebereichsmusikerin in Neuss-Mitte aktiv. Darüber hinaus konzertiert sie als Cembalistin des Ensembles Camerata Temporalis, das sich der Alten und Neuen Musik widmet, arrangiert geistliche Lieder sowie Popularmusik für gemischten Chor und arbeitet im Rahmen von Missionsreisen mit der Lutherischen Kirche der Missouri-Synode zusammen.
